Die Entzündung von Zahnfleisch und Zahnhalteapparat heißt Parodontitis (oft fälschlicherweise als „Parodontose” bezeichnet) und ist eine Volkskrankheit. Man schätzt, dass über die Hälfte der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens an einer mehr oder weniger starken Form einer Parodontitis erkrankt. Durch die Entzündung des Zahnhalteapparates kommt es zu einem Knochenschwund, der Zahn verliert langsam aber sicher seine „Verankerung” im Kiefer. Das Risiko ist dabei, dass die Parodontitis eine schleichende Erkrankung ist, bei der der Patient erst sehr spät merkt, dass „etwas nicht stimmt”, nämlich dann, wenn die Zähne anfangen, locker zu werden. Frühes Anzeichen einer Parodontitis kann z.B. Zahnfleischbluten und Mundgeruch sein.
Deshalb ist es wichtig, dass im Rahmen der Vorsorgeuntersuchung das Zahnfleisch sehr genau untersucht wird, um bei einer Erkrankung schon möglichst früh reagieren zu können. Alle zwei Jahre ist eine Messung der Zahnfleischtaschen sinnvoll, um einen voranschreitenden Knochenabbau zu erkennen. In Zweifelsfällen lässt sich der Zustand des Knochens eindeutig mit Hilfe von Röntgenaufnahmen feststellen.
Im Falle einer Parodontitis führen wir die Behandlung nach einem international anerkannten Schema durch, das erwiesenermaßen die besten Ergebnisse erzielt. Mittels minimalinvasiver Schallgeräte ist es möglich, auch tiefste Zahnfleischtaschen ohne chirurgische Eingriff zu behandeln.